Dadurch, dass alle Figuren beweglich sind und grundsätzlich nur durch Schnippen bewegt (also nicht etwa von Hand an die gewünschte Stelle platziert) werden dürfen, spielen bei Subbuteo - anders als bei den meisten anderen Tischfußballspielen - auch Strategie und Taktik eine große Rolle. In dieser Hinsicht kommt Subbuteo dem echten Fußballspiel sehr nahe. Im Laufe der Jahre hat sich Subbuteo von einem Spiel zum Wettkampfsport entwickelt. So werden heute Deutsche Meisterschaften genauso ausgespielt wie Europapokalwettbewerbe und Weltmeisterschaften.

 

Spielregeln:

Die Regeln entsprechen weitgehend den Fußballregeln.

Ballbesitz

Der Spieler, der in Ballbesitz ist, ist der Angreifer, der andere der Verteidiger. Nur der Angreifer darf den Ball spielen, das heißt mit der geschnippten Figur berühren. Der Angreifer verliert den Ballbesitz, wenn er den Ball mit der geschnippten Figur verfehlt oder wenn eine gegnerische Figur mit dem Ball angeschossen wird. Mit derselben Spielfigur darf der Ball höchstens dreimal hintereinander gespielt werden, ohne dass der Ball von einer anderen (eigenen oder gegnerischen) Spielfigur berührt wurde.

Verteidigungszug

Nach jeder Ballberührung des Angreifers darf der Verteidiger einen Verteidigungszug ausführen, indem auch er eine seiner Figuren verschnippt. Oft wird er versuchen, den nächsten Zug des Angreifers zu erschweren, etwa indem eine Figur den Weg einer Angreiferfigur zum Ball versperrt oder den Passweg blockiert.

Beim Verteidigungszug darf der Verteidiger aber weder den Ball noch eine andere (auch eigene) Spielfigur berühren. Geschieht das doch, kann der Angreifer „zurück“ verlangen, woraufhin Figuren und Ball wieder auf ihre vorherigen Positionen gestellt werden. Trifft allerdings der Verteidigungszug den rollenden Ball, gibt es einen Freistoß für den Angreifer.

Reservetorwart

Statt mit einem Feldspieler kann der Angreifer auch mit dem Reservetorwart spielen. Der Reservetorwart ist eine normale Feldspielfigur, die sich jedoch in der Farbe von den übrigen Feldfiguren beider Mannschaften unterscheiden muss. Für den Einsatz wird der eigentliche, an der Stange befindliche Torwart aus dem Spiel genommen, und der Reservetorwart wird auf einen beliebigen Punkt innerhalb des Torraums gestellt. Er verhält sich dann wie ein Feldspieler und darf nur vom Feld genommen werden, solange der Spieler in Ballbesitz bleibt (oder ihn wiedererlangt) oder wenn der Ball ins Aus geht.

Unspielbare Figuren

Spielfiguren, die das Spieltuch verlassen haben oder gegen die Bande geprallt sind, werden, sobald der Ball ruht, an den äußersten Rand des Spieltuches gestellt. Befindet sich die Spielfigur noch auf dem Tisch, wird sie hinter den nächstgelegenen Punkt der Auslinie gestellt; wenn sie das Spielbrett verlassen hat, wird sie an der Mittellinie aufgestellt. Liegende Spielfiguren werden, sobald der Ball ruht, dort aufgestellt, wo sie liegen. Mit liegenden Figuren darf nicht gespielt werden.

„Schnelles Spiel“

Auf den Verteidigungszug braucht der Angreifer nicht zu warten; er kann also, solange er den Ballbesitz nicht verliert, immer weiterspielen (auch den rollenden Ball).

Ausnahmen gibt es nur:

  • nach dem Einwurf

  • wenn unspielbare Spielfiguren aufgestellt werden müssen

  • wenn der Reservetorwart vom Feld genommen wird

In diesen Situationen darf der Angreifer erst nach dem Verteidigungszug weiterspielen.

Foul

Ein Foul kann nur der Angreifer begehen, indem er mit der geschnippten Figur erst eine andere (auch eine eigene) Figur trifft und dann den Ball. Wenn die geschnippte Figur nur eine andere Figur trifft, wechselt der Ballbesitz (weil der Ball ja verfehlt wurde) und der andere Spieler kann den missglückten Angriffszug „zurück“ verlangen.

Tor

Tore können nur erzielt werden, wenn der Ball sich im Moment der Ballberührung vollständig innerhalb der Schusszone (das ist das dem jeweiligen Tor nächstliegende und durch eine zusätzliche Linie markierte Spielfeldviertel) befindet.

Freie Spielerbewegungen

Das Schnippen ist grundsätzlich die einzige Möglichkeit, die Position der Spielfiguren zu verändern. Nur vor einem Anstoß (zu Beginn einer Halbzeit oder nach einem Tor) oder einem Abstoß (wenn der Angreifer den Ball über die gegnerische die Torauslinie geschossen hat) dürfen die Figuren frei auf dem Feld aufgestellt werden: zuerst der Angreifer, dann der Verteidiger. Bei Eckstößen, Freistößen und Einwürfen gibt es außerdem eine (beim Eckstoß drei) „freie Spielerbewegung“, das heißt eine weitere Spielfigur darf geschnippt werden. Die den Eckstoß, Freistoß oder Einwurf ausführende Figur kann unter allen eigenen Figuren ausgesucht werden.

Erzwingen von Einwürfen und Ähnliches

Einen Eckstoß, Abstoß oder Einwurf erhält – angelehnt an die Fußballregeln – der Spieler, dessen Spielfigur den Ball nicht zuletzt berührt hat, bevor dieser die Tor- beziehungsweise Seitenauslinie vollständig überschritten hat. Ein Spieler kann durch Anschießen gegnerischer Figuren einen Einwurf, Eckstoß oder Abstoß erzwingen, jedoch nur dann, wenn vor dem Anschießen die gegnerische Figur und der Ball (und beim Einwurf zusätzlich auch die eigene Figur) sich im selben Spielfeldviertel befinden.

Abseits

Eine Figur steht im Abseits, wenn sie sich in der gegnerischen Schusszone, das heißt in dem Spielfeldviertel vor dem gegnerischen Tor, befindet und sie von der Torauslinie im Moment der Ballabgabe nicht weiter entfernt ist als die vorletzte Verteidigerfigur (einschließlich des Torwarts oder Reservetorwarts). Die Abseitsposition wird geahndet, sobald der Ball der Torauslinie näher ist als die vorletzte Verteidigerfigur. Das heißt auch, dass mit einer im Abseits stehenden Figur der Ball gespielt werden darf, solange der Ball noch nicht die vorletzte Verteidigerfigur passiert hat.

Geschichte

Erfunden wurde das Spiel 1925 in Liverpool von William Lane Keeling. Ihm waren die vorhandenen Mini-Fußballspiele nicht realistisch genug, und so schnitt er aus Pappe Figuren aus, setzte sie auf Gummisockel und spielte mit einem Korkball auf Drahttore. Das Spielfeld zeichnete er auf ein Leinentuch.

Das Spiel wurde zuerst unter dem Namen „Newfooty“ vertrieben. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion eingestellt und erst 1947 wieder aufgenommen. Nun waren Figuren und Tore aus Plastik, wofür der Ornithologe Peter Adolph ein Patent anmeldete. Der Vogelliebhaber gab dem Spiel den Namen „Subbuteo“ - nach dem lateinischen Namen des Baumfalken (falco subbuteo) - und gründete die Firma „Subbuteo Sports Games“. 1967 wurde das Unternehmen an Waddingtons, den größten Spielwarenfabrikanten Englands, verkauft. Im Jahr 1995 wurde Waddingtons von dem amerikanischen Spielwarenkonzern Hasbro übernommen.

Heute spielen weltweit mehr als fünf Millionen Menschen in über 50 Ländern Subbuteo. Überall auf der Welt gibt es Subbuteo-Verbände, die Meisterschaften austragen und Turniere veranstalten. Weltmeisterschaften sind genauso selbstverständlich und werden mit derselben Spannung erwartet wie im Fußball.

(Quelle: Wikipedia)

 

SPIEL ODER SPORT? BEIDES!!!

Subbuteo wird heute rund um den Erdball gespielt. Unter dem Weltverband, der Federation International of Sports Table Football (kurz: FISTF) bestehen auf allen Kontinenten nationale Verbände. Ein ganzjähriger Turniercircuit, regelmäßig veranstaltete Weltmeisterschaften und große Vereinsbewerbe wie die "Champions League" und die "Europa League" machen Subbuteo-Tischfussball zu einem Sport, bei dem es vor allem auf mentale Fitness und auf taktisches Grundverständnis ankommt.

 

 

In Österreich existieren im Moment vier Subbuteovereine. Besonders der TFC Mattersburg ist als mehrmaliger Gewinner der "Champions League" eine fixe Größe im internationalen Geschehen. Die Bundesliga für Einzelspieler und die Österreichliga für Mannschaften bilden jedes Jahr die Höhepunkte im heimischen Tischfussballsport.